Flussperlmuschel: Jungmuschelgewinnung
und Bachmuschel: Bestandesstützung in optimierten
Habitaten
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Flussperlmuschel: Jungmuscheln
und entschlammtes Sediment
Die Verschlammung des Bachgrundes verhindert, dass junge
Flussperlmuscheln aufwachsen. Im mit Feinsedimenten zugesetzten Lückensystems
zwischen den Bachkieseln (Interstitial) fehlt der Sauerstoff zum Atmen.
Um die Muschelbestände zu stützen, werden Jungmuscheln durch
künstliche Infektion von Wirtsfischen gewonnen. Damit diese gute Überlebenschancen
haben, müssen sie in einen optimalen Lebensraum ausgesetzt werden.
Für die künstlich gewonnenen Jungtiere wurden optimierte Lebensräume
hergestellt, indem kurze Gewässerabschnitte vom Schlamm befreit wurden.
Insgesamt wurden sechs Teilstrecken auf einer Länge
von 20 bis 30 Metern mechanisch entschlammt. Die lebenden Muscheln waren
zuvor abgesammelt und in ein Depot gesetzt worden. |
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Um den ausgetriebenen Schlamm dauerhaft aus dem Gewässer
zu entfernen, wurde das Sediment der Bachsohle aus dem Bett entnommen und
am Ufer auf einem Lkw-Anhänger abgelegt. Mit Hilfe einer Feuerwehrspritze
wurde das gesamte Räumgut anschließend mit Bachwasser gespült.
Die Ladefläche des Hängers wurde dabei leicht schief
gestellt, so dass Wasser und Schlammteilchen in die Uferwiese ablaufen
konnten. Grobsand, Grus und Steine wurden anschließend wieder ins
Bachbett zurückgegeben. Bei Bedarf wurde Material aus einem nahe gelegenen
Steinbruch zugemischt, um den ausgewaschenen Schlamm zu ersetzen und wieder
die ursprüngliche Menge in den Bach zurückzugeben.
Das Sediment wurde vorher und nachher auf seinen Schlamm-
und Sandgehalt untersucht. Diese Untersuchung wird später wiederholt,
um festzustellen, ob das gereinigte Sediment schnell von Neuem verschlammt. |