![]() Life-Natur Projekt LIFE2002NAT/D/8458 |
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Besuch irischer Fluss- perlmuschelvorkommen |
Juli 2003: Flussperlmuschelschutz imNach zwei Jahrzehnten intensiver Schutzbemühungen für die Flussperlmuschel wachsen in der Lutter wieder Jungmuscheln in erfreulich hoher Anzahl auf. ![]() Dr.
Reinhard Altmüller (Niedersächs. Landesamt für Ökologie,
links), Dr. Volker Buddensiek (mitte) und Reiner Dettmer (rechts) präsentierten
die vier- bis zehnjährigen Muscheln auf einer Exkursion mit Fachleuten
des bayerischen LIFE-Natur Projektes. Foto: Susanne Hochwald
![]() Foto:
Reinhard Altmüller
Begleitend wurde versucht, den Muschelbestand durch künstliche Infektion von Wirtsfischen zu stützen. Seit einigen Jahren werden Bachforellen in der Lutter gefangen, an Ort und Stelle infiziert und gleich wieder ausgesetzt. Dr. Altmüller betonte jedoch, das dieWiederherstellung
des Lebensraums der Muscheln die unbedingte Voraussetzung für den
Erfolg von Schutzbemühungen darstellt. Sie hat Vorrang vor allen künstlichen
Infektionen und Maßnahmen zur Jungmuschelaufzucht.
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August 2003: Besuch beim Belgischen LIFE-Natur Projekt Nr. LIFE2002NAT/B/8590 zum Erhalt der Flussperlmuschel Auf Einladung des Ministère de la Région Wallonne fand am Centre de Recherche de la Nature des Forêts et du Bois de Gembloux ein Workshop mit Mitarbeitern von Projekten zum Schutz der Flussperlmuschel in Frankreich, Belgien, Luxemburg, Österreich und Deutschland statt. Auf einer Exkursion wurden die Projektgebiete des belgischen LIFE-Natur Projektes Nr. LIFE2002NAT/B/8590 „Conservation of habitats of pearl mussels in Belgium“ besichtigt. ![]()
![]() Die Gefährdung der Großmuscheln in Belgien weist viele Parallelen zu der Situation im System der Südlichen Regnitz auf. Zusätzlich belasten in Belgien großflächige Kahlschläge die Muschelgewässer. ![]() Informationen zum Belgischen LIFE-Natur Projekt:
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November 2003: Kurzbesuch im Französischen Parc du Morvan ![]() |
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Auf einer eintägigen Exkursion führte Pierre
Durlet (im Bild links) vom Parc naturel regional du Morvan Christine Schmidt
(rechts) und Dr. Robert Vandré an Perlmuschelgewässer im Parc
regional du Morvan in Burgund, Frankreich.
Die Gewässer haben streckenweise einen lockeren, nahezu schlammfreiem Grund. Im Standzylinder aufgeschüttelt setzt sich nur eine minimale Schlammschicht auf dem Granitgrus ab (links). Dies sind Substratverhältnisse, wie sie mittelfristig im System der Südlichen Regnitz wiederhergestellt werden sollen. Dennoch gibt es auch im Morvan Probleme mit dem Muschelnachwuchs.
Als Grund wird hier ein durch Bachverbauung und sommerliche Aufheizung
des Wassers in Teichen geschädigter Wirtsfischbestand vermutet. Dies
soll im Rahmen eines 2003 beantragten LIFE-Natur Projektes untersucht und
verbessert werden.
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November 2004: Besuch irischer Flussperlmuschelvorkommen Während der Tagung “Freshwater Pearl mussel restoration” (ausgerichtet von der UK Biodiversity Action Plan Steering Group for Freshwater Pearl Mussels) am 16. und 17. November 2004 in Belfast/ Nordirland wurden von britischen, irischen, schottischen und walisischen Muschelexperten Erfahrungen zum Schutz und Erhalt von Muschelpopulationen ausgetauscht. Die deutschen Teilnehmer betonten, dass neben der Stützung und Nachzucht von Flussperlmuscheln die Sanierung der Habitate unverzichtbar ist. Im Anschluss an die Vorträge und Diskussionen wurde
ein erfolgreicher Versuch der Universität Belfast und der Ballinderry
Fish Hatchery zur Zucht von jungen Flussperlmuscheln besichtigt. Diese
Zuchtanlage zeigt viele Parallelen zu einem frisch entschlammten Mühlgraben
und ergab damit wichtige Anregungen für die Sedimententschlammung
und den Muschelgraben im LIFE-Natur Projekt.
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Diskussion über die Ursachen der starken Trübung des Gewässers, das die letzten irischen Exemplare von Margaritifera margaritifera var. durrovensis beherbergt (Von links nach rechts: Volker Buddensiek, Robert Vandré, Ian Killeen, Reinhard Altmüller, Rainer Dettmer) |
Im County Kilkenny ist die intensive landwirtschaftliche
Nutzung des Einzugsgebietes Hauptursache für den Rückgang der
letzten Population von Margaritfera durrovensis.
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| Alle Fotos, die nicht anders gekennzeichnet sind, stammen von Christine
Schmidt und Robert Vandré (Schmidt & Wenz GbR) und unterliegen
dem Copyright. Sollten Sie daran interessiert sein, diese Fotos in irgendeiner
Weise als Reproduktion oder digital zu verwenden, setzen Sie sich bitte
mit den Fotografen in Verbindung.
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