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Wegen der lang anhaltenden Trockenheit im Juli, August
und September 2003 fiel die Wassserführung in den Flussperlmuschelgewässern
auf einen historischen Tiefstand. Im August und September fielen einige
von Flussperl- und Bachmuscheln besiedelte Bachstrecken bis auf isolierte
Wasserstellen trocken.

Im LIFE-Natur Projektgebiet wurden in einer vom Wasserwirtschaftsamt
Hof koordinierten Aktion, unter Mitarbeit von Christine Schmidt vom LIFE-Natur
Projekt, Muscheln, die sich nicht selbstständig zurückgezogen
hatten und zu vertrocknen drohten, innerhalb des Gewässers in nahe
wasserführende Bachstrecken umgesetzt.
Um zu prüfen, wie der Fischbestand die Trockenheit
überstanden hat, wurden im Oktober die Projektgewässer an mehreren
Stellen elektrisch befischt. Die Befischung fand in Zusammenarbeit mit
Jürgen Geist von der Technischen Universität München und
Dr. Robert Klupp von der Fachberatung für Fischerei des Bezirkes Oberfranken
statt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Fischbestand über die
Trockenperiode hinweg insgesamt gut gehalten hat. Im oberen Gewässerabschnitt
des Projektgebietes ist für die Flussperlmuschel ein ausreichender
Wirtsfischbestand an jungen Bachforellen vorhanden.
Im unteren Abschnitt ist der Forellenbestand geringer. Hier
wurde aber ein erfreulich hohes Aufkommen an Elritzen, dem wichtigsten
Wirtsfisch der Bachmuschel, festgestellt. |